Gartenbonsai – Geschichte und Herkunft
Freitag, 31. Dezember 2010Japan und China sind die beiden Ursprungsländer der Bonsaikunst. In diesen Ländern bildet Bonsai eine eigenständige Kunstrichtung, wie z.B. die Malerei oder die Musik. Dachterrassen, Balkone, Sitzplätze und auch Hauseingänge erhalten durch die Bonsaikunst ein persönliches und exklusives Aussehen.
Was ist ein Gartenbonsai ?
Anders als beim klassischen Bonsai, der immer in einer flachen Schale wächst, sind Gartenbonsai normale, winterharte Formgehölze, die direkt in den Garten oder in grosse Gefässe gepflanzt werden. Meist handelt es sich um immergrüne Gehölze. Eine der häufigsten Arten ist die Föhre. Aber auch, Wacholder, Eibe, Zeder und Buchs sind weitere gut geeignete Arten für Gartenbonsais.
Wie entsteht ein Gartenbonsai ?
Zuerst werden Gehölze mit einem ausladenden, krummen oder malerischen Wuchs ausgewählt.
Dann kommt der eigentliche Akt, der die Pflanzen zu unverwechselbaren Unikaten macht.
Nicht passende Seitenäste werden weggeschnitten. Der “Rohling” wird ausgeputzt. Danach werden die Äste teilweise durch Festbinden in die gewünschte Form gebracht.
Nach circa 2-4 Jahren bleiben sie in dieser Position auch ohne Hilfsmittel.
Pflanzung:
Wie bei normalen Gartenpflanzen aus dem Freiland, ist die Pflanzzeit von September bis Ende April ideal. Gartenbonsais aus Töpfen können das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.
Bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht zu tief gesetzt wird.
Für alle Gartenbonsais ist ein durchlässiger Boden von Vorteil. Um das Anwachsen zu erleichtern, kann der Boden mit Kompost verbessert werden. Nach dem Pflanzen sollten die Gartenbonsais gut gegossen werden !
Beispiele für Gartenbonsai
Kriechender Wachholder: Der kriechende Wachholder muss nicht oder nur sehr wenig geschnitten werden.
Er hat schon von Natur aus einen sehr dichten, flachen und kompakten Wuchs, so
dass mit den Jahren nur vereinzelt ein ganzer Ast heraus geschnitten werden muss.
Blaue Mädchenkiefer: Die blaue Mädchenkiefer wächst sehr langsam und benötigt einen sonnigen
Standort.
Die blaugrünen Nadeln sind pinselförmig an den Zweigenden angeordnet.
Kleiner Tip zum Schluß: Bei allen rotholzigen Wachholdern und Eiben kann die Rindenfarbe mi einem Trick
stärker hervor gehoben werden. Dazu wird die Rinde mit einer Mischung aus Rapsöl
und Wasser (Verhältnis 4 : 1) eingerieben. Die natürliche, rötliche Farbe wird dadurch
intensiver. Es braucht jährlich, je nach Standort und Pflanzenart, nur 1 bis 3
Behandlungen.