Winterharter Freilandhibiskus

Der winterharte Freilandhibiskus erobert immer mehr den deutschen Gartenmarkt und findet Liebhaber. Er ist bei Gartenfreunden auch unter dem Namen Straucheibisch bekannt. Der Freilandhibiskus ähnelt dem tropischen Hibiskusstrauch eigentlich in keiner Art und Weise. Das einzigste Merkmal, welches man vergleichen könnte, wären die wunderschönen Blüten. Aber auch hier nur teilweise die Größe und die Farbe.

Freilandhibiskus kann als Solitärpflanze, aber auch als Hecke zur Wirkung kommen. Die Wuchshöhe beträgt bis zu drei Metern. Sie ist sehr robust und kann ohne weiteres verschnitten werden. Der Schnitt kann sowohl im Herbst, als auch im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Freilandhibiskus verträgt eine Kälte bis zu minus 20 Grad. Sollte es dann doch einmal vorkommen, dass er bis auf die Erde herunter friert, dann ist das kein großes Problem. Er wird dann bis zu dieser Stelle abgeschnitten und treibt von unten wieder aus.
Die Blätter der Pflanze sind relativ klein und treiben erst sehr spät aus. Dabei kommt es gleichzeitig zur reichhaltigen Blütenentwicklung. Die Blüten vom Freilandhibiskus sind klein, aber so umfangreich, dass die Büsche bis Oktober in Blüte stehen können. Teilweise gibt es im Handel bereits Züchtungen, deren Blütendurchmesser zwischen 15 und 20 cm betragen. Die normalen Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 6 bis 8 cm aus. Freilandbüsche blühen in den Farben weiß, violett, blau, rosa und teilweise auch in gelb. Dabei gibt es auch noch Blüten, die zweifarbig erscheinen. Die meisten Hibiskusbüsche haben nur ungefüllte Blüten. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Im Handel gibt es auch Freilandhibiskus, der als Stämmchen gezogen wurde. Hier findet man auch gefüllte Blüten. Allerdings kann es sich im Laufe der Jahre zeigen, dass sich diese gefüllten Blüten zurückbilden und nur noch ungefüllte Blüten erscheinen. Diese Rückbildung zeigt sich so, dass so ein Stämmchen gefüllte und ungefüllte Blüten trägt.

Freilandhibiskus lässt sich sehr gut und einfach selbst vermehren. Man kann dazu Stecklinge nutzen. Diese in Bewurzelungspulver tauchen und in Erde bewurzeln lassen. Das dauert allerdings sehr lange und ist nicht immer von Erfolg gekrönt.
Eine weitaus einfachere Methode besteht darin, die reichlich anfallenden Samen ausfallen zu lassen. Am günstigsten ist es dabei, dass man unter den Hibiskusbüschen eine Mulchschicht aufbringt. Hier haben die Samen ideale Bedingungen, um zu wachsen. Hierbei braucht man nichts weiter zu tun, als das nächste Frühjahr abzuwarten. Die Samen keimen schnell und reichlich. Wer keine neuen Pflanzen benötigt, sollte sich im Frühjahr schnell entscheiden und die aufgehenden Samen unterharken und beseitigen, ansonsten kann man sich vor neuen Pflänzchen kaum retten. Eigenartigerweise bilden Hibiskuspflanzen mit gefüllten Blüten keine Samenstände. Hier kann man es nur mit Stecklingen versuchen.

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